Hi Checker – werde Dachdecker!

STUTTGART – Ich bin erstaunt. „Zehn bis zwölf Wochen Wartezeit für ein neues Dach. Das ist in der Region Stuttgart keine Seltenheit“ , erzählt mir Hartmut Schad, Geschäftsführer der Dachdeckerinnung Stuttgart. Die Dachdeckerbetriebe haben oftmals viel mehr Aufträge, als sie tatsächlich schnell abarbeiten können. Ein Grund dafür ist vor allem der hohe Mangel an Auszubildenden. Bundesweit waren es im Jahr 2018 rund 57.000 Lehrstellen im Handwerk unbesetzt.

Ein echter Knochenjob?

Dagegen möchte die Dachdeckerinnung Stuttgart mit ihren über 80 Innungsbetrieben etwas tun. Sie haben die Kampagne „Hi Checker – werde Dachdecker“ ins Leben gerufen. Mit der Kampagne klären sie über den Beruf des Dachdeckers (m/w/d) auf. „Es ist ein so vielfältiger Beruf. Wir decken nicht nur Dächer“ , erzählt mir Obermeister Andreas Ambrus schmunzelnd. Er holt einige Unterlagen hervor und zeigt mir, dass ein Dachdecker zum Beispiel auch Tiefgaragen abdichten muss oder Flachdächer begrünt. Sie sorgen für wind- und wetterfeste Gebäude. Ein vielseitiger Job, stelle ich nach wenigen Minuten fest. Aber da ist auch schon das Problem: Die potentiellen Auszubildenden wissen nichts von der Vielseitigkeit des Berufs. Viele Jugendliche stellen sich den Beruf des Dachdeckers als Knochenjob vor, bei dem man kein Geld verdienen kann.

Dass ein Dachdecker heutzutage nicht mehr nur Dachziegel auf dem Dach anbringt, sondern auch energieberatende Tätigkeiten übernimmt, über Dämmungen, Solaranlagen, Schneefangsysteme und Blitzanlagen informiert und diese auch installiert, weiß kaum jemand.

Ausbildung starten. Smart fahren.

Ein DAzubi Smart der Dachdeckerinnung Stuttgart
Die Dachdeckerinnung Stuttgart und ihre Innungsbetriebe unterstützen ihre Auszubildenden mit einem Smart.

Wir alle lieben unseren Job und wollen ihn den Jugendlichen näher bringen.“ , sagt Obermeister Ambrus weiter. „Wir möchten die Jugendlichen motivieren wieder Ausbildungen im Handwerk zu machen.“ . Neben den guten Verdienstmöglichkeiten und interessanten Karrierechancen wartet auf neue Dachdecker-Azubis ein besonderes Highlight. Alle an die Dachdeckerinnung Stuttgart angeschlossenen Innungsbetriebe geben ihren Auszubildenden die Chance auf einen eigenen DAzubi-smart. Dieser wird den Auszubildenden für den Weg zur Arbeit, aber auch für die Freizeit zur Verfügung gestellt. Frei nach dem Motto „Ausbildung starten. smart fahren.“ . Wer gute Leistungen innerhalb der Ausbildung zeigt, bekommt den DAzubi-Smart von seinem Arbeitgeber.

Wie erreichen wir die Jugendlichen?

Auf der Seite zur DAzubi-Kampagne www.DAzubi.de erfahren potentielle Auszubildende auch weitere Dinge über die Vorteile bei der Ausbildung durch einen Innungsbetrieb. Natürlich wird auch über das Thema Gehalt und Karrieremöglichkeiten informiert. Die umfangreich gestaltete Seite gefällt mir auf den ersten Blick – was fehlt, sind die Besucher. „Wir haben Schwierigkeiten unsere Zielgruppe zu erreichen. Bislang haben wir es mit Papier-Flyern probiert. Der Erfolg war mäßig.“ , sagt
Hartmut Schad, Geschäftsführer der Dachdeckerinnung Stuttgart.

Ein Problem, welches ich von einigen unserer Kunden seit einer gewissen Zeit kenne. Die Zielgruppe über den richtigen Kanal zu erreichen, kann schwierig sein. Die Kanäle sind mannigfaltig und die Möglichkeiten fast grenzenlos. Schwierig, hier den Überblick zu behalten. Wichtig ist es deshalb in einem gemeinsamen Workshop die Ziele, Zielgruppen und Inhalte zu erörtern. Nur so können später mit der Social-Media-Kampagne optimale Ergebnisse erzielt werden. Hier ein paar Impressionen von unserem gemeinsamen Workshop mit der Dachdeckerinnung Stuttgart.

In den kommenden Wochen werden wir hier im Blog-Bereich der Württemberger Medien weiter über die Zusammenarbeit berichten. Außerdem möchten wir Ihnen zeigen, wie auch Sie mit den sozialen Netzwerken Ihre Unternehmensziele erreichen können.

Quellen: Deutsche Handwerkszeitung, DAzubi.de, Dachdeckerinnung Stuttgart Fachinnung Dach-Wand-Abdichtungstechnik


Portrait Sebastian Hrabe

Über den Autor

Sebastian Hrabe

Manager of Social Media & SEA

Social Media ist mein Leben. Morgens geht der erste Blick auf mein Smartphone: Facebook, Twitter und TikTok checken. Hier im Blog will ich Ihnen diese Plattformen näher bringen und Ihnen zeigen, wie auch Sie Social Media für Ihr Unternehmen nutzen können.